19.9.2009 - 20.9.2009
Minipferde ganz groß im Tierpark Ströhen
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Dr. Nils Ismer, Chef des Naturtierparks Ströhen und des angegliederten Vollblutarabergestüts, hatte seinen „Beni“, der sonst alle Freiheiten hat, vorsichtshalber an die Leine gelegt. „Man weiß ja nie, nachher wird der noch mit den Mini-Pferden verwechselt,“ befürchtete Ismer Augen zwinkernd.

 

Die Hauptakteure, die etwa 50 Mini-Pferde, die am Wochenende vor der prächtigen Kulisse der Fachwerkhäuser des jahrhundertealten Hofes Weg am Europa-Championat des Miniature Horse Clubs Europe teilnahmen, sind nur gut 80 cm groß. Das Deutsch-Drahthaar war nicht viel kleiner...

Die Teilnehmer kamen aus den Niederlanden, aus Frankreich, Dänemark, Österreich, der Schweiz und aus Deutschland. Der Wertungsrichter kam sogar aus den USA. So international ging es in Ströhen lange nicht mehr zu. „Amtssprache“ bei dem Turnier war englisch.

 

Auf dem Tierparkgelände richtete der Minature Horse Club Europe, dem in zehn Ländern gerade einmal 150 Mitglieder angehören, sein inzwischen sechstes Europa-Championat aus – zum ersten Mal in Deutschland.

 

Die kleinen Pferde gingen bei unterschiedlichsten Prüfungen in insgesamt 85 verschiedenen Klassen an den Start. Entsprechend oft war die Sieger-Fanfare zu hören. Mit ihren großen Schleifen um den Hals erinnerten die so frech dreinschauenden Pferdchen ein wenig an ein liebevoll verpacktes Geschenk: Vorsicht, lebende Tiere!

 

Das amerikanische Miniaturpferd ist in Europa und besonders in Deutschland eine noch neue und kaum bekannte Pferderasse. Wie gesagt: Noch. Das Interesse an den Minis wächst zusehends. Das wurde auch bei dem Turnier in Ströhen deutlich, wo sich immer wieder Besucher mit den Züchtern dieser Tiere unterhielten und Visitenkarten austauschten.

 

Dieser kleine Vierbeiner empfiehlt sich wegen seiner Leistungsbereitschaft, Intelligenz und Menschenbezogenheit als Show- und Fahrpferd ebenso wie als Therapiepferd – ganz nach der Devise: Klein, aber oho!

 

Bei dieser Rasse handelt es sich nicht, klärt Nils Ismer neugierige Besucher auf, um Mini-Ponys, sondern um Mini-Pferde. Von Typ und Ausstrahlung her, könnte es sich auch um eine Miniaturausgabe der in Ströhen beheimateten Vollblutaraber handelt. Auch ein Grund, das Gelände hier in Ströhen für dieses internationale Event zur Verfügung zu stellen.

 

Zufriedene Gesichter bei Besuchern ebenso wie bei den Teilnehmern. Atmosphäre, Gastfreundschaft und Wetter – alles habe gepasst. „Sehr schöner Platz für die Show,“ befand der Niederländer Ben van de Wetering. Nicht auszuschließen also, dass die kleinen Pferde in Ströhen noch einmal groß rauskommen.

 

Da wunderte sich sogar das Kamel „Iwan“ gleich um die Ecke und stellte – so wollen wir das mal deuten – aus höherer Warte fest: „Sind die niedlich!“

  
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