22.4.2014
Eine ''Kattas''trophe - Kattababy Marty wird im Tierpark Ströhen mit der Flasche aufgezogen
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Eigentlich lief alles sehr gut mit den 4 Kattababys, die am 22. März im Tierpark Ströhen geboren sind. Bereits zum 4 mal konnte man sich dort über Nachwuchs bei den putzigen Lemuren freuen, die 2009 ihre Anlage im Tierpark bezogen haben und zu den Lieblingen, nicht nur der kleinen Tierparkbesucher gehören.

Nach einer Tragzeit von ca. 4,5 Monaten kommen die Jungen zur Welt. Die wenigen Tage alten Kattas wiegen rund 70 Gramm und verbringen die ersten zwei Lebenswochen an den Bauch der Mutter geklammert. Später tragen die Kattaweibchen ihren Nachwuchs auf dem Rücken, bevor die Jungtiere auf eigene Faust ihr Gehege entdecken.

Doch als der Tierpfleger Lars Klett vor gut einer Woche morgens in das Gehege der Kattas kam machte er eine folgenschwere Entdeckung. Eines der Babys lag alleine und völlig ausgehungert im Stroh. „Die Mutter hat sich bei einer kleinen Rauferei in der Gruppe die Hand verletzt und konnte beide Babys nicht mehr mit sich tragen und versorgen" vermutet der Tierpfleger.

Kurzentschlossen brachte er das kleine Kattababy zu Almuth Ismer, die bereits einige Erfahrung mit der Aufzucht von Waisenkindern hat. Almuth Ismer, die Seniorchefin des Tierparks, hat in den vergangen Jahren schon ein paar Tierkinder Groß gezogen, darunter waren auch schon Tigerbabys.

Seit gut einer Woche kümmert sie sich nun um die Versorgung des kleinen Kattas, der auf den Namen Marty getauft wurde. Namensgeber für den kleinen Katta war das Zebra aus dem Film „Madagascar", aus dem die lustigen Kattas sicher den meisten Tierliebhabern bekannt sind.

Nach anfänglichen Problemen bei der Umstellung auf die Flasche nimmt der kleine Marty jedoch inzwischen täglich an Gewicht zu. „Er musste sich erst einmal an die Aufzuchtmilch gewöhnen, die der Muttermilch zwar sehr nahe kommt, aber eben nur ein Ersatz ist" erklärt Almuth Ismer. Inzwischen verputzt Marty bis zu 60ml am Tag. „Alle 4 Stunden bekommt er seine Milch aus der Spritze, eine normale Nuckel Flasche wäre viel zu groß für den Kleinen." erklärt Almuth Ismer. „Und inzwischen ist er so munter, dass er sich seine Mahlzeiten durch lautes Rufen einfordert" schmunzelt sie weiter.

Wenn sie zu Hause ist, trägt sie ihn die meiste Zeit bei sich. „Er klammert sich ganz fest an meinen Hals, am liebsten unter einem Schal versteckt" freut sich Almuth über den kleinen Marty, der ihr nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Freude bereitet.

„Inzwischen wiegt Marty immerhin 163 Gramm, aber bis er normale Nahrung zu sich nehmen kann und wir versuchen können, ihn in die Gruppe zu integrieren, wird es wohl noch einige Zeit dauern." erklärt Tierarzt und Tierparkleiter Dr. Nils Ismer.

  
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