5.2.2016
Der Tierpark freut sich über Zuchterfolg bei den Gibbons

Eine Wochen ist das kleine Gibbonbaby jetzt alt. Der Tierpark Ströhen hat das erste Mal seit über 15 Jahren Nachwuchs bei den Weißhandgibbons. Dies ist ein besonderer Zuchterfolg, da die Nachzucht von diesen, zur Gruppe der kleinen Menschaffen gehörenden Primaten, nicht einfach ist.

 

Gibbons kommen aus Südostasien und sind Baumbewohner. Sie leben in einer monogamen Beziehung zusammen mit ihren Nachkommen in einem eigenen Revier, das sie gegen Eindringlinge verteidigen und ernähren sich vorwiegend von Früchten, Blättern, Beeren, aber auch von kleinen Insekten.

 

Die Paarungszeit bei den Gibbons kann auch in freier Wildbahn das ganze Jahr über andauern. Nach einer Tragzeit von über 6 Monaten wird das Jungtier fast nackt, nur mit ein paar Haaren auf dem Kopf geboren. Die Neugeborenen klammern sich an den Bauch der Mutter und werden so getragen. Ab dem 4 Monat nehmen sie erstmals auch feste Nahrung zu sich. Der Nachwuchs bei den Gibbons wird bis zum Alter von 28 Monaten von der Mutter gesäugt. Daher beträgt der Abstand zwischen den Geburten in der Regel mindestens 3 Jahre.

 

Auch das macht die Nachzucht im Tierpark Ströhen so besonders „Wir freuen uns sehr, dass unser Gibbonpärchen erfolgreich gezüchtet hat.“ so Dr. Nils Ismer, Tierarzt und Tierparkchef. „Die Mutter ist 11 Jahre alt und bereits vor 7 Jahren aus der Wilhelma in Stuttgart zu uns gekommen. Die Geschlechtsreife bei den Gibbons setzt erst mit ca. 9-10 Jahren ein und es gehört auch ein wenig Glück dazu, dass das Pärchen miteinander harmoniert.“ freut sich Ismer über den Nachwuchs.

 

Das kleine Gibbonbaby wird erst in wenigen Wochen bei besserem Wetter in der Freianlage zu sehen sein. Bis dahin gilt es die Eltern möglichst ungestört mit dem Jungtier zu belassen, um Stress und Aufregung zu vermeiden. „Gerade die ersten Tage bergen ein hohes Risiko für das Jungtier, da sollte man die junge Mutter nicht unnötig in Aufregung versetzen.“ so Ismer weiter „Ein Glück scheint bei unserem Baby alles in Ordnung zu sein. Die Mutter säugt und umsorgt es vorbildlich. Das Kleine ist sehr munter und ruft auch schon mal nach seiner Mutter, wenn es nicht die volle Aufmerksamkeit bekommt.“


  
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